Sonntag, 25. September 2016

{Rezension} To All the Boys I've Loved Before von Jenny Han

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Die 16-jährige Lara Jean war schon öfters in ihrem Leben verliebt, doch ist nie etwas daraus geworden. Daher hat sie eine Art Ritual angefangen, um ihre Gefühle wieder unter Kontrolle zu bekommen. Um mit ihrer Verliebtheit in einen Jungen abschliessen zu können, schreibt sie sich in einem Liebesbrief all ihre Gefühle von der Seele. Natürlich schickt sie diese Briefe nie ab, sondern bewahrt sie sicher in ihrer alten Hutschachtel auf. Die Jungen sollen nie etwas von ihren Gefühlen erfahren, besonders Josh nicht, der Freund von Margot, ihrer grossen Schwester. Doch eines Tages wird Lara Jean von ihrem alten Schwarm Peter in der Schule angesprochen, er hat ihren Brief bekommen...
Ich bin fast versucht einen Brief zu schreiben, denn ich glaube ich habe mich ein bisschen in dieses Buch verliebt. Dabei konnte mich der Anfang eigentlich noch gar nicht so sehr begeistern. Die Geschichte beginnt damit, dass Margot, Lara Jeans ältere Schwester, für ein Jahr nach Schottland studieren geht und sich vor ihrer Abreise von ihrem Freund Josh trennt. Dies führt dazu, dass Lara Jean anfängt sich zu fragen ob sie vielleicht doch noch Gefühle für Josh hat, schliesslich war sie in ihn verliebt, bevor dieser mit ihrer Schwester zusammengekommen ist. 

Der Grund weshalb mich der Anfang nicht so begeistern konnte war, dass ich Lara Jeans Gefühle für Josh nicht wirklich nachvollziehen konnte, die beiden wirkten für mich eher ein bisschen wie Geschwister. Doch dann geschieht die Sache mit Lara Jeans Liebesbriefen und von da an konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Plötzlich muss sich Lara Jean ihren Gefühlen stellen und zwar nicht nur Josh gegenüber, denn sie hat auch an vier weitere Jungen Briefe geschrieben. 

Ich mochte Jenny Hans Schreibstil total, sie schreibt sehr locker und authentisch. Die Geschichte ist aus Lara Jeans Ich-Perspektive erzählt und ihre Sichtweise hat mir super gefallen, besonders da man dadurch als Leser ihre Gefühle sehr gut nachempfinden kann. Zudem ist die Geschichte auch sehr humorvoll geschrieben und ich habe mich dabei erwischt, dass ich während dem Lesen ständig am Grinsen war. Besonders bei den Unterhaltungen zwischen Lara Jean und Peter war ein Dauergrinsen so ziemlich vorprogrammiert.

Auch die Figuren sind mir im Verlauf der Geschichte total ans Herz gewachsen, besonders Lara Jean und ihre Familie sind super liebenswert. Lara Jean war mir von Anfang an super sympathisch, sie ist zwar ziemlich brav, doch das heisst nicht, dass sie keine eigene Meinung hat und auch wenn sie grundsätzlich eher optimistisch ist, heisst das nicht, dass sie naiv ist. Sie hat zudem eine super Beziehung zu ihren Schwestern Margot und Kitty, die ich beide auch total mochte, obschon Margot teilweise fast ein bisschen zu perfekt und etwas unnahbar wirkt. Auch mit ihrem Vater verstehen sich alle drei richtig gut und sie versuchen es ihm möglichst einfach zu machen, seit ihre Mutter gestorben ist.

Mir hat sehr gut gefallen, wie wichtig ihre Familie für Lara Jean und dass diese dadurch auch in der Geschichte eine grosse Rolle spielt. Auch Josh gehört eigentlich fast ein bisschen zur Familie und auch wenn ich anfangs etwas skeptisch war, da er genau wie Margot einfach zu perfekt wirkte, kann man im Verlauf der Geschichte eigentlich fast gar nicht anders als beginnen ihn zu mögen. Dasselbe gilt für Peter, ich hätte anfangs echt nicht gedacht, dass ich ihn so mögen würde, doch der Autorin gelingt es einfach sehr gut ihren Figuren Tiefe zu geben und so schleichen sie sich während dem Lesen fast unbemerkt in die Leserherzen.

Ich habe auch schon lange bei keiner Liebesgeschichte mehr so sehr mitgefiebert. Die Geschichte ist einfach super süss und gleichzeitig authentisch, so dass sie nie ins kitschige abgleitet. Mir hat auch echt gut gefallen, wie dieser Teil geendet hat, weshalb ich mir fast ein bisschen Sorgen mache, was den zweiten Teil angeht, denn ich habe eine sehr klare Meinung mit wem Lara Jean zusammengehört. Natürlich freue ich mich trotzdem jetzt schon sehr auf ein Wiedersehen mit den Song Mädchen.
"To All the Boys I've Loved Before" hat einfach alles was sich das Leserherz wünschen kann. Lara Jean ist eine sympathische Protagonistin, mit der man super mitfühlen und mitfiebern kann und man kann gar nicht anders als die Nebenfiguren ins Herz zu schliessen. Zudem schreibt Jenny Han einfach toll und so versinkt man richtig in der Geschichte und bevor man es merkt, ist man auch ein bisschen verliebt und zwar in dieses Buch.
 Titel: To All the Boys I've Loved Before
Autorin: Jenny Han
Übersetzerin: Birgitt Kollmann 
Verlag: Hanser
Erschienen: 25. Juli 2016
Seitenzahl: 352 Seiten
ISBN: 978-3-446-25081-9
Jenny Han, 1980 in Virginia, USA, geboren, besuchte die Universität Chapel Hill in North Carolina. Sie lernte professionell Kinderbücher zu schreiben und machte ihren Master of Fine Arts an der New School University in New York City. Mit ihrer Sommer-Trilogie gelang ihr 2009 der Durchbruch als Schriftstellerin. Die drei Bände standen wochenlang auf der New York Times-Bestsellerliste. Bei Hanser erschien der erste Band, Der Sommer, als ich schön wurde, 2010, 2011 folgte die Fortsetzung  Ohne dich kein Sommer, und 2012 der dritte Band  Der Sommer, der nur uns gehörte. Hans Debüt Zitronensüß erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. 2014 folgten die ersten beiden Bände der neuen Jugendbuch-Trilogie um Lillia, Kat und Mary,  Auge um Auge und  Feuer und Flamme, die Jenny Han zusammen mit Siobhan Vivian verfasst hat. 2015 wurde die Trilogie mit dem letzten Band  Asche zu Asche abgeschlossen. 2016 folgt mit  To all the boys I’ve loved before ein weiteres Jugendbuch der erfolgreichen Schriftstellerin. Sie gehört zu den beliebtesten US-Autorinnen weltweit. Ihre Jugendromane werden in 24 Sprachen übersetzt. Jenny Han lebt in New York. (Quelle: Hanser Verlag)

Montag, 19. September 2016

{Rezension} Die (beinahe) grösste Liebesgeschichte des Universums von Sarvenaz Tash

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Graham ist schon lange in seine beste Freundin Roxy verliebt, doch er ist ziemlich schüchtern und hat sich deshalb noch nie getraut es ihr zu gestehen. Dies soll sich allerdings bald ändern, denn er ist fest entschlossen an der New Yorker Comic-Con, die sie zusammen besuchen werden ihr seine Liebe zu gestehen. Obschon er alles perfekt geplant hat, scheint aber plötzlich einfach alles schief zu gehen, als hätte sich das ganze Universum gegen ihn verschwört...
Schon allein durch die Tatsache, dass dieses Buch komplett an einem Wochenende und zwar an der Comic Con in New York spielt, hat es mich direkt angesprochen. Die wirklich wundervolle Gestaltung, das Buch sieht auch unter dem Umschlag richtig toll aus, und der vielversprechende Titel haben schliesslich den Rest dazu beigetragen, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. 

Erzählt ist die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Graham. Dieser ist ein ziemlicher Nerd und schon seit Ewigkeiten in seine beste Freundin Roxy verliebt. Die beiden sind Nachbarn und haben über Harry Potter zusammengefunden und schreiben nun gemeinsam Comics. Kurz gesagt, die beiden kennen sich echt in und auswendig und wissen genau was der jeweils andere mag. Naja, ausser dass Roxy natürlich keine Ahnung hat von Grahams Gefühlen...

Graham war mir grundsätzlich eigentlich ziemlich sympathisch, seine Verliebtheit in Roxy ist total süss und er möchte ihr unbedingt auf irgendeine spektakuläre Weise seine Liebe gestehen und auch nachdem all seine Pläne schiefgehen, gibt er nicht so schnell auf. Dadurch, dass die Geschichte aus seiner Sichtweise erzählt wird, merkt man wie viel ihm an Roxy liegt, doch seine Versessenheit irgendeine grosse, romantische Geste machen zu müssen, kam teilweise doch etwas übertrieben rüber, besonders da er nie wirklich daran zu denken scheint, wie Roxy wohl fühlt. Er ist überzeugt sie sind füreinander bestimmt. 

Man kann dies Graham jedoch nicht lange böse nehmen, wenn man miterlebt wie unbeholfen er von einem Schlamassel ins nächste stolpert. Mir haben die humorvollen Momente richtig gut gefallen, besonders eine gewisse Szene mit einem Dieb fand ich richtig super. Zudem ist die Geschichte natürlich auch super für alle, die mit Fantasy, Comics und Filmen etwas anfangen können, denn in der Geschichte gibt es jede Menge tolle Anspielungen, schliesslich handelt sie von einer Gruppe Nerds und spielt an einer Comic Con. 

Das Setting hat mir sowieso richtig super gefallen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Autorin auch selbst schon an der New Yorker Comic Con war. Durch den spannenden Schauplatz wird die Geschichte nie langweilig, selbst wenn die Handlung grundsätzlich wenig Überraschung bietet. Durch das Setting ist aber ständig etwas los, sie besuchen nicht nur verschiedene Panels und versuchen Autogramme abzustauben, sondern machen beispielsweise sogar bei einem Kostümwettbewerb mit. Obschon die Geschichte ja eigentlich in unserer Welt spielt, hat man doch teilweise das Gefühl in eine ganz eigene Welt entführt zu werden und ich habe mir während dem Lesen öfters gewünscht wirklich dort zu sein.
Die (beinahe) grösste Liebesgeschichte des Universums erzählt eine süsse Geschichte über die erste Liebe, in der für einmal nicht alles ganz so läuft, wie es sich der Protagonist Graham vorstellt. Die Geschichte konnte mich durchgehend gut unterhalten, auch wenn die Handlung kaum Überraschungen aufweist. Mir haben besonders die New York Comic Con als Schauplatz und die vielen nerdigen Anspielungen super gefallen. Wer gerne eine humorvolle Geschichte über Freundschaft und die erste Liebe liest und sich für nerdige Dinge begeistern kann, der ist bei diesem Buch genau richtig.
 Titel: Die (beinahe) grösste Liebesgeschichte des Universums
Originaltitel: The Geeks Guide to Unrequited Love
Autorin: Sarvenaz Tash
Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
Verlag: Magellan Verlag
Erschienen: 25. Juli 2016
Seitenzahl: 304 Seiten
ISBN: 978-3-7348-5027-1
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Sarvenaz Tash wurde in Teheran geboren, wuchs in Long Island auf und lebt heute in Brooklyn. Ihren Uniabschluss machte sie in Filmwissenschaft, und obwohl sie großen Spaß daran hatte, ständig mit einer Kamera durch die Gegend zu rennen, hat sie nebenher immer auch geschrieben. Sie liebt die Filme von John Hughes und die Musik der Sechziger. (Quelle: Magellan Verlag)

Dienstag, 13. September 2016

{Monatsrückblick} August

Mein vierter "Instagram-Rückblick", dieses Mal wieder nur für einen Monat. :)
Da ich nicht besonders viel gepostet habe, sondern jeweils nur was ich gerade lese, habt ihr die Bilder möglicherweise auch alle schon auf Facebook gesehen... In diesem Fall: Sorry, ich versuche wieder etwas vielfältigere Bilder zu posten... xD
Darkmouth habe ich noch Ende Juli beendet und dann anfangs August, sobald es bei mir ankam,
zu Harry Potter and the Cursed Child gegriffen, welches ich innerhalb von einem Tag gelesen habe. Ich überlege mir noch eine Kurzrezi dazu zu schreiben... Wäre jemand interessiert daran?


Wär mein Leben ein Film würd ich eine anderer Rolle verlangen, habe ich eigentlich auch beide noch im Juni beendet. Beide sehen nicht nur richtig sommerlich aus, sondern waren für mich auch super Sommerbücher. :)

Irgendwie sind die Bücher dieses Mal echt nicht wirklich in der richtigen Reihenfolge... ;) Plötzlich Prinz - Die Rache der Feen habe ich noch für Cursed Child beendet, das letzte Abenteuer im Nimmernie hat mir echt gut gefallen. Danach habe ich zu Vortex gegriffen, was eine SuB-Leiche war... Die (beinahe) grösste Liebesgeschichte des Universums habe ich ganz Ende August beendet, genau wie Suicide Squad Vol. 1,welches ich gelesen habe, bevor ich mir den Film im Kino angeschaut habe. :)
Bisher habe ich ja diesen Monat auch noch nicht besonders viel auf Instagram gepostet, falls euch aber meine Bilder gefallen könnt ihr gerne HIER auf meinem Profil vorbeischauen.

Ganz liebe Grüsse,